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Corona: Jetzt einen Onlineshop eröffnen

Wie erstellt man die richtige Produktbeschreibung

Wer ein stationären Laden hat hat jetzt günstig die Möglichkeit einen Onlineshop zu eröffnen. Mit wenigen Schritten zum Online-Verkauf.

Die Krise im Frühjahr 2020 hat uns alle schwer getroffen. Viele Geschäfte mussten vorrübergehend schließen. Diese Zwangsauszeit treibt viele stationären Geschäfte in den finanziellen Ruin. Onlineshops die auf Amazon und Ebay verkaufen, verzeichnen einen Umsatzanstieg.

So eine Krise kann immer wieder kommen. Daher ist es höchste Zeit mit einfachen mitteln in den Online Verkauf zu starten. Der Vorteil eines stationären Geschäfts gegenüber einer Neugründung, nahezu alle Voraussetzungen sind vorhanden.

Vorbereitung zum Online Verkauf

Bevor man sich bei Verkaufsplattformen, Warenwirtschaftssystemen, Zahldiensten registriert, sollte man ein paar Vorbereitungen treffen.

Benötigte Dokumente in eingesacannter Form als PDF:

  • Gewerbeanmeldung
  • Personalausweis (Vor- und Rückseite) ggf. Reisepass
  • einen Kontoauszug (nicht älter als 90 Tage)
  • Rechnung (Telefon, Strom, Internet – nicht älter als 90 Tage)
  • Nachweis Umsatzsteuerzahlung
  • Handelsregisterauszug
  • F22 Bescheinigung (Nachweis, der Steuerzahlung in Dtl.)

Benötigte „Online“ Voraussetzungen

  • Email Adresse
  • Bank-Konto
  • wichtige Empfehlung: Paypal-Konto (Achtung – für die Einrichtung werden oben genannte Dokumente schon benötigt)
  • Webspace mit mindestens einer Datenbank
  • Empfohlen: Produkt-Liste inkl. Bilder und EAN Nummern (bekommt man vom Hersteller – bei der Anfrage sollte man „erwähnen“ welches Shopsystem man verwendet)

Benötigte „greifbare“ Voraussetzungen

  • Telefon bez. Telefonnummer
  • Kreditkarte (Achtung, Freischaltung Online ist Voraussetzung)
  • Versandunternehmen (z.B. DHL, DPD, Hermes,…)
  • Empfohlen: Warenwirtschaftssystem, bez. Schnittstelle zu den Verkaufsplattformen (Amazon, Ebay, Shop, z.B.)
  • Empfohlen: Foto

Einrichtung der Verkaufsplattformen

Wer in den Online Verkauf starten will, sollte mit der Einrichtung der Verkaufsplattformen beginnen.

Einrichtung von Amazon

  1. Gehe auf https://sellercentral.amazon.de/ und erstelle einen Account.
  2. Folge den Anweisungen der Registrierungs-Routine (Bestätigungs-Email bitte beachten)
  3. Auf der Grund-Oberfläche finden sich nun diverse rote Markierungen. Adressen müssen hinterlegt werden und Dokumente hochgeladen.
  4. Achtung, bei der Grundeinrichtung reflektiert Amazon immer auf den Profi-Account. (ca. 45 Euro) Dafür müssen die Kreditkarten-Daten hinterlegt werden.
  5. Auch wenn der Account noch nicht freigeschaltet ist – sofort die Versandeinstellungen vornehmen.
  6. Produkte einstellen (Achtung, viele Produkte sind schon in Amazon) – im Regelfall muss man lediglich mit der EAN Nummer das Produkt suchen und seinen Preis hinterlegen
  7. Bis alle geforderten Dokumente bei Amazon hinterlegt sind – inkl. Bearbeitung kann eine Woche vergehen.
  8. Nicht vergessen Impressum und Co in Amazon zu hinterlegen!

Amazon lohnt sich auf jeden Fall für einen sofortigen Verkaufsstart.

Einrichtung von Ebay

  1. Die Einrichtung von Ebay setzt einen Ebay Account voraus, der eingerichtet werden muss. Bitte hier drauf achten, dass man einen gewerblichen Account anlegt.
  2. Ferner empfehlen wir für den Start einen einfachen Shop (ca. 40 Euro/ Monat) zu nutzen.
  3. Einrichten von Paypal
  4. Bereitstellen von Impressum und AGBs, Datenschutz und Widerruf (zum Start reichen die kostenlosen Generatoren, z.B. von TrustedShops)
  5. Einstellen der Produkte

Ebay ist in den meisten Fällen bereits am gleichen Tag nutzbar. Ferner empfehlen wir für den Start die Marketing-Produkte („schneller verkauen“ )

Einrichtung anderer Verkaufsplattformen

Real, Hood, Yatego, Raktuten, Check24 und Idealo (z.B.) stehen auch in den Startlöchern und werben um die Gunst der Shopbetreiber. Fast alle wollen eine Grundgebühr haben und/ oder eine Verkaufsprovision. Allerdings steht hier der Kosten-Nutzen Faktor im Wege. Daher empfehle ich diese Plattformen erst zu einem späteren Moment.

Die Verkaufsplattformen haben wesentlich schlechtere Abverkäufe und sind eher als Marketing-Instrument geeignet. (Markenbildung)

Einrichtung des Onlineshops

Mit sehr einfachen Mitteln und sehr schnell kann man sich kostenfrei einen WordPress-Shop erstellen.

  1. Auf den Webspace werden die Installationsdateien von WordPress geladen.
  2. Eintragen der Datenbank
  3. Einloggen und die Plugins einrichten – WooCommerce, Germanized
  4. Weitere Plugins nach belieben
  5. Einrichten der Seiten (Impressum, AGBs, Datenschutz, Widerruf)
  6. Grundeinstellungen von WordPress
  7. Design auswählen und Shopgrundeinstellungen vornehmen (Zahlarten und Versand)
  8. Produkte einstellen (ggf. ist eine Import-Liste vom Hersteller vorhanden)
  9. Shop auf Funktionen testen

Optional gibt es noch die Möglichkeit über Anbieter wie Afterbuy oder JTL ein Warenwirtschaftssystem inkl. Shop sowie der Anbindungen an die Verkaufsplattformen zu nutzen. Beide Anbieter haben jeweils einen angebundenen Onlineshop, den man kostenpflichtig mit nutzen kann.

Ferner ist ein WordPress-Shop natürlich nur eine „Schnell-Lösung“. Es ist lediglich für einen Start geeignet. Sollte man später den Shop ausbauen wollen, empfehlen wir Systeme wie Shopware oder Magento. Diese brauchen einen guten Server und ein Verständnis für Backends der Shopsysteme. Ein kompletter Neustart ist damit nicht zu empfehlen, da man hier zuviel Hilfe benötigt.

Achtung vor Fertig-Shopsystemen

So nett und einfach ein Fertig-Shopsystem ist (z.B. Strato, 1und1) ist. Man stösst schnell an Grenzen der Einstellung. Sei es bei den Variationen von Produkten oder im Design. Diese Systeme sind starr und lassen sich kaum individuell einstellen. Fertig-Shopsysteme eigenen sich nicht für den professionellen Gebrauch. Sie sind einzig von Vorteil, wenn man einfache und wenige Produkte hat ohne große Variationen.

Was kommt nach der Einrichtung?

Finanziell gesehen kommt jetzt der „Bärenanteil“. Da man leider mit dem puren Besitzen von Accounts auf Verkaufsplattformen und einem Onlineshop nichts verkauft.

Mitbewerber-Analysen bezgl. der Preise und ein genaues Abstecken, wie viel „Gewinn“ am Ende noch übrig bleibt. Bewerben von einzelnen Produkten und Angeboten auf Facebook, Adwords und Co. Auch Suchmaschinenoptimierung ist eine Maßnahme, jedoch greift dieses Werbemittel oft erst nach mehreren Monaten. Marketing muss nicht immer teuer sein, kostet aber viel Zeit. Die Empfehlung liegt allerdings auf „allen“ Marketing Maßnahmen gleichzeitig.

Pauschal kann man sagen: 20% vom Umsatz sind Werbekosten, die man für Verkaufsprovisionen oder Werbekosten auf diversen Plattformen aufbringt. Ist man viel teurer als der Mitbewerber, verkauft man nichts. Ist man zu günstig, verkauft man auch nicht. Ohne oder schlechten Service funktioniert der Online Verkauf nicht. Wer verkaufen will, hat entweder ein exklusives Produkt und kann den Preis bestimmen oder er ist günstig.

Jetzt mit dem Online Verkauf starten!

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